Geschichte der Ortsteile Berg und Thuir
Der Bereich um Berg-Thuir ist, geschichtlich gesehen, eine Fundgrube für die vor- und frühgeschichtliche Erforschung des Eifelvorlandes. So legten Mitte der 50er Jahre Archäologen einen großen römischen Gutshof sowie stattliche Grabanlagen frei und stellten neun weitere Höfe fest.
Nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen wurde in der Zeit von 100 bis 400 nach Christus im "Badewald" Erzbau betrieben, wie die Freilegeung von mehreren Metallschmelzhöfen zeigt. Die Römer schürften nach Brauneisenstein und anderen metallhaltigen Steinen.
Weitere zahlreiche Funde lassen auch auf eine fränkische Besiedlung schließen.
Im Mittelalter gehörte Berg zur Waldgrafschaft, die 1177 durch Heirat an die Grafen von Jülich überging. Die Dorfkirche - erstmals um 1300 erwähnt - wurde im 16. Jahrhundert zu einer dreischiffigen Basilika aus Drover Sandstein erweitert. Dieses Bauwerk wurde im letzten Krieg schwer beschädigt und konnte erst nach fast vierjähriger Renovierung wieder bezogen werden.

