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Geschichte des Ortsteils Muldenau

Der heutige Ort Muldenau hieß bis zum Jahre 1919 "Pissenheim" und wurde erst aufgrund eines Ministerialerlasses in den heutigen Namen umbenannt.

Ohne Zweifel kann der Ort auf eine lange Besiedlung zurückblicken. Dies zeigen aus römischer Zeit stammende umfangreiche Baureste, römische Ziegel und vieles mehr.

Schon kurz nach der fränkischen Landnahme war die Umgebung von Muldenau u.a. Schauplatz eines Aufmarsches des fränkischen Heerbannes unter König Chlodwig. Zahlreiche fränkische Plattengräber, die 1908 gefunden wurden, weisen ebenfalls in diese Zeit.

In das Licht der geschriebenen Geschichte tritt der ehemalige Ort Pissenheim erst 1334 mit einer Urkunde über den Verkauf eines Weingartens an den Abt von Kornelimünster.

Später zum Jülicher Unteramt Nideggen und seit 1670 zur Herrschaft Thum gehörend, teilte das Dorf viele Jahrhunderte die Drangsale, Unterdrückung und Verwüstung der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Herzogtum Jülich und Kur-Köln.

Hervorzuheben ist die nach starker Zerstörung wieder hergestellte Kirche mit Turm aus dem 15./16. Jh. und das barocke Heiligenhäuschen im Ortskern. 





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