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Die Gesschichte des Ortsteils Wollersheim

Wollersheim hat neben seinen zwei imposanten Kirchen noch eine Reihe alter und denkmalgeschützter Gebäude. Die große Backsteinkirche wurde 1904 eingeweiht. Die alte Kirche zeugt noch heute von der langen Geschichte des Dorfes. Der hl. Willibrord soll der Legende nach sein Beichtkind Plektrudis veranlasst haben, in Wollersheim eine Kirche zu bauen. Die Kirche - heute Friedhofskapelle - war früher eine sogenannte "Mutterkirche".

Sie gilt mit ihrem Turm aus dem 12. Jh. als eines der ältesten Sakralbauwerke im Dürener Land. Im Inneren des Turmes befindet sich eine romanische Kapellenanlage. Schon vor 1241 hat das Stift St. Maria im Kapitol die Kirche in ihren Besitz genommen. Die Kirche gehörte zu einer Hofanlage, die erstmals 1184 erwähnt wird. Der Hof, der von Plektrudis dem Stift geschenkt worden sein soll, war bis zur Säkularisation im Besitz des Stiftes.

Zur Vor- und Frühgeschichte und zu den archäologischen Funden und Grabungen gibt es viele Veröffentlichungen. Zahlreiche jungsteinzeitliche Siedlungsreste, Beile, Pfeilspitzen und eine Fülle von Bodenfunden aus der Römerzeit unterstreichen, wie lange das Land um Wollersheim schon besiedelt ist. 1388 wurde Wollersheim überregional durch den "Wollersheimer Frieden" bekannt. Bereits 1791 gründete Jacobus Cramer seine Brauerei, die seitdem im Familienbesitz ist. Die Braugerste aus Wollersheim ist wegen ihrer besonderen Qualität bundesweit bekannt. Wollersheim war bis zur Kommunalreform 1937 Sitz eines gleichnamigen Amtsbezirkes. 1972 wurde der Ort in die Stadt Nideggen eingemeindet. Nachdem der Durchgangsverkehr über eine 1993 eingeweihte neue Straße um den Ort geleitet wird, die Hauptstraße im Ostkern total erneuert und ein Dorfplatz angelegt wurden, präsentiert sich der Ort wieder von seiner besten Seite.  





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