Nideggen

Die Geschichte

 

Die Stadt hat in ihrer Geschichte verschiedene Namen getragen. Letztendlich lässt sich die Bedeutung des Namens aber wohl nicht zweifelsfrei feststellen. Es gibt verschiedene Auslegungen. Eine von ihnen ist diese: „Nideggen, auch Niedegg genannt“, sei „die Ortschaft unter oder hinter dem Bergvorsprung, sei gebildet wie das „schweizerische Niedwalden, das auch nied dem Wald heißt“.

Älteste Ansicht der Stadt durch Renier Roidkin anno 1730 (Repro: fjb)
Älteste Ansicht der Stadt durch Renier Roidkin anno 1730 (Repro: fjb)

Die ursprüngliche Namensform von Nideggen lautet Nideck. Die erste Nennung, die aber lt. dem „Städteatlas“ nicht vollständig nachweisbar ist, erfolgte 1190 als Nydeche. Im 13. Jahrhundert kommen de Nidekke, das angeblich von Caesarius von Heisterbach benutzte Nithieck, Nideglin, Nidekke, Nidecken, Nidecge, Nydekin, Nidecgen, Nydeggen und schließlich die heutige Schreibweise Nideggen vor. Hierbei handelt es sich nur um einen Bruchteil der zahlreichen Nennungen.

 

Die Ableitung von Neid und die hierdurch entstandene Sage von den feindlichen, neidischen Brüdern ist lediglich ein volkstümlicher Erklärungsversuch: „Auf der Nideggen gegenüber auf einem Bergkegel gelegenen Burg Berinstein (heute: Bergstein) wohnten zwei Brüder. Zwischen ihnen brach Unfriede aus, und der eine zog von Bergstein weg und baute sich auf der anderen Flussseite eine neue Burg, die von den Bewohnern der Gegend, weil sie der Zwietracht, dem Neid zwischen den beiden Brüdern ihren Ursprung verdankte, Neid-Eck genannt wurde. Der Herr auf Burg Neid-Eck belagerte bald darauf seinen Bruder in Bergstein, erstürmte und zerbrach dessen Schloss und baute von dessen Steinen diesen gewaltigen Burgturm, der darum jetzt noch im Volksmund der „Jenseitsturm“ genannt wird.“

Stolz erhebt sich die Burg über der alten Herzogstadt (Aufnahme: fjb, 2008
Stolz erhebt sich die Burg über der alten Herzogstadt (Aufnahme: fjb, 2008)

Von 1177 bis 1191 ließ Graf Wilhelm II. von Jülich (1207 ohne leiblichen Erben)in seinem erbitterten Ringen mit Kurköln die Burg Nideggen erbauen; sie blieb bis zum 15. Jahrhundert die Residenz der Jülicher Grafen. Ihr ältester Teil ist der mächtige Bergfried; in ihm befindet sich seit 1979 das „1. Burgenmuseum der Eifel“. Hier kann der Besucher auf eine Zeitreise in die Welt des mittelalterlichen Burgalltags gehen und das Rittertum sowie die Wirtschaftskultur des Mittelalters im authentischen Umfeld erleben.

Die Rüstungen im „Burgenmuseum“ faszinieren vor allem die Kinder (Aufnahme
Die Rüstungen im „Burgenmuseum“ faszinieren vor allem die Kinder (Aufnahme: fjb)

Gedruckte Reiseführer in unterschiedlichen Sprachen informieren die Gäste der Stadt über deren Geschichte und Sehenswürdigkeiten; die Reiseführer sind u.a. im „Burgenmuseum“ und bei „Bücher an der Burg“ (Markt 4) erhältlich.

Modell der 1542 zerstörten Burg im Burgenmuseum (Aufnahme: fjb)
Modell der 1542 zerstörten Burg im Burgenmuseum (Aufnahme: fjb)

Um 1340 erbaute Wilhelm V. (ab 1356 Herzog Wilhelm I.) einen der bedeutendsten gotischen Saalbauten im Rheinland. Im Osten und Westen des Saalbaus (61 m lang und 16 m breit) stehen zwei achteckige Türme: Im Westen an der Stelle, an der der Besucher einen herrlichen Eifelblick genießt, ist es der Damenerker mit seinen großen Fenstern, im Osten der Küchenturm mit seinen kleinen Fenstern.

 

Zur Zeit Wilhelms III. weilte um 1214 Herzog Ludwig von Bayern als Gefangener im Bergfried. Während der Regierung Wilhelms IV. saßen die Kölner Erzbischöfe Konrad von Hochstaden, der 1242 als Anhänger des Papstes von dem auf kaiserlicher Seite stehenden Jülicher Grafen gefangen wurde, sowie von 1267-1270 Engelbert II. von Falkenburg als Gefangene auf Burg Nideggen. Auch später saßen noch erlauchte Gefangene in dem schauerlichen Verlies neben der Burgkapelle, aber wohl kaum längere Zeit.

Im Burgflecken (Aufnahme: fjb)
Im Burgflecken (Aufnahme: fjb)

Wie überall entstand bei der Burg eine Siedlung. Da die Grafen von Jülich auf die Entwicklung der Siedlung besonderen Wert legten, mussten sie, um den Zugang zu fördern, einen entsprechenden Anreiz schaffen. Dies suchten sie dadurch zu erreichen, dass sie den Einwohnern und den Zuziehenden lockende Vergünstigungen boten, nämlich die städtischen Freiheiten.

 

Dieses Privileg wurde dem Ort Nideggen am Weihnachtstag 1313 durch Graf Gerhard von Jülich, seiner Frau Elisabeth von Brabant und dem ältesten Sohn Wilhelm verliehen. In ihm verpflichtete Graf Gerhard seine Nachfolger, für alle Zeit dieses Privileg zu achten und zu halten.

 

Während der Zeit der französischen Besetzung des Rheinlands (1794-1814) verlor Nideggen - wie viele andere rheinische Kleinstädte auch - nach fast 500 Jahren sein Stadtrecht. Erst nach mehr als 130 Jahren besann man sich wieder auf das verlorene Privileg. Durch Urkunde vom 13. Februar 1926 darf Nideggen wieder den Titel „Stadt“ führen.

Teilansicht von „St. Johannes Baptist“ (Aufnahme: fjb)
Teilansicht von „St. Johannes Baptist“ (Aufnahme: fjb)

Der Burgflecken, die Verbindung zwischen Burg und Stadt, wurde im 13. Jahrhundert ummauert. In ihm liegt die ebenfalls Ende des 12. Jahrhunderts erbaute Pfarrkirche „St. Johannes Baptist“. Wohl 1240 wurde das Fresko auf der Apsiswand des Hauptchors geschaffen, ein Kunstwerk von unschätzbarem Wert, das man 1898 entdeckte und restaurierte. Die Zerstörungen der Kirche im Zweiten Weltkrieg überstand es nicht unbeschädigt und es dauerte bis 1956 ehe es wieder im alten Glanz erstrahlte. Das lässt sich kunsthistorisch bis ins 5. Jahrhundert zurückverfolgen.

 

Beim Hineinkommen in die Pfarrkirche fällt links gleich der aus heimischem rotem Sandstein gefertigte Sarkophag des Grafen Wilhelm IV. und seiner Frau Riccarda auf. Die Frage, ob sich Wilhelm IV. wirklich darin befindet, ist in der Heimatliteratur strittig. Der Graf (1219-1278) wurde bei einem Überrumpelungsversuch in Aachen (der Sage nach durch einen Schmied mit dem Hammer) im Straßenkampf erschlagen. Am 16. März um 9 Uhr abends hatte Wilhelm IV. mit seinen Söhnen Wilhelm (in den Quellen im Unterschied zu seinem Vater als „Primogenitus“ (Erstgeborener) geführt), Gerhard und Roland sowie 472 Rittern und Knechten Aachen angegriffen, wo ihm von seinen Anhängern das Kölntor geöffnet worden war. Seine Söhne wurden ebenfalls erschlagen.

 

Die Stadtbefestigung entstand, abgesehen von dem älteren, noch romanischen Nyts Tor zwischen Burgflecken und Stadt zu Anfang des 14. Jahrhundert und gab der Stadt mit ihren vier Toren (Brandenberger Tor, Nyts Tor, Dürener Tor und Zülpicher Tor) ein mittelalterliches Gepräge. Die drei zuletzt genannten Stadttore sind noch erhalten, das Nyts Tor allerdings nur noch zum Teil. Benannt wurde es vermutlich nach Engelbert Nit von Birgel, nach 1412 Amtmann und Vogt in Nideggen.

 

Die Stadtmauer war ursprünglich wohl 8 bis 9 Meter hoch und wurde fast in ihrem gesamten Verlauf rekonstruiert. Sie umschließt in etwa ein Rechteck von 375 m Länge und 200 m Breite. In das Befestigungswerk waren zehn Türme einbezogen. Zur Feldseite war der Mauer ein Graben vorgelagert, in dem ein Brunnen bei regenreichem Wetter Wasser spendete.

 

Bei einem Stadtrundgang findet der Besucher u.a. einige schöne Patrizierhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert, den Bewershof (ein „Mannlehen“) im Nordostwinkel der Stadtbefestigung sowie das steinerne Marktkreuz des 15. Jahrhunderts.

Innenansicht des Bewershofs (Aufnahme: fjb)
Innenansicht des Bewershofs (Aufnahme: fjb)

1313 wurde vor dem Brandenberger Tor, das damals aber wohl noch nicht existierte, ein Kollegiatstift mit Kloster und Kirche errichtet, das mit 26 geistlichen Stellen ausgestattet war. Die Gründung durch Graf Wilhelm V. erfolgte zu Ehren der seligen Christina von Stommeln. In der gotischen Kirche wurden dann die Gebeine der seligen Christina in einem Sarkophag beigesetzt, die man besonders bei Lähmungen, Gichtleiden und Fieberkrankheiten anrief.

 

Am 3. November 1444 fand die Hubertusschlacht bei Linnich statt. Mit ihr endete der Erbfolgestreit zwischen Jülich und Geldern. Herzog Gerhard I. besiegte Graf Arnold von Egmont. Karfreitag 1445 gründete der Herzog an Christinas Grab den Hubertusorden. Er war bis 1918 der höchste bayrische Staatsorden. 1866 wurde Bismarck, 1881 Kaiser Wilhelm II. aufgenommen. Als Ordenssitz bestimmte Gerhard die in hohem Ansehen stehende Stiftskapitelkirche seiner Residenz Nideggen. Wann genau die Johannes dem Evangelisten geweihte Kirche unterging, ist nicht bekannt.

 

1652 überließen Dechant und Kapitel der Kollegiatkirche in Jülich dem Orden der Minoriten die Ruinen der Stiftskirche. Der erbaute auf der alten Stiftskirche im Renaissancestil eine neue. Die Weihe der Kirche erfolgte 1697. Die auch Franziskaner genannten Ordensleute übernahmen, vor allem aushilfsweise, in der Stadt und deren Umgebung Messdienste sowie 1655 den höheren Schulunterricht. Sie benannten die Schule nach dem Heiligen Bonaventura. Sie blieb wie das Kloster, das von durchschnittlich ca. 10 bzw. 18 Personen bewohnt gewesen sein soll, bis 1804 etwa bestehen. (Die Verstaatlichung der Kirchen und Klöster war eine der Folgen der französischen Revolution (1789-1799).)

 

Am 29. Dezember 1358 gründete Herzog Wilhelm I. das „Gasthaus“, ein Hospital und Armenhaus, als Teil des mittelalterlichen Wohlfahrtssystems wieder und stattete es aus. Bis zum Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) lag es „extra muros“ (außerhalb der Mauern) im Altwerk („buysen Durenre porzen“), etwa dort, wo heute die Gaststätte „Deutsches Haus“ steht.

 

Das Hospital war zur Ehre Jesu Christi, der Jungfrau Maria und des heiligen Julian geweiht. In ihm wurden Waisen, Lahme und Arme jeden Standes und Geschlechts aufgenommen und betreut, soweit es die Mittel erlaubten („as verre aist reikt“). Der Erzbischof von Köln und 22 fremde Bischöfe hatten lt. einer hierüber ausgestellten Urkunde den Wohltätern des Hospitals Ablässe erteilt.

 

Herzog Wilhelm I. forderte in seiner Urkunde dazu auf, das Hospital nach Kräften durch Spenden zu unterstützen und den Darlegungen desjenigen, der diese Urkunde vorlegte, als des rechtmäßigen Beauftragten des Hospitals Glauben zu schenken. Der Herzog und die Schöffen befahlen ihren Beamten und Untertanen, denjenigen, der dieses Schreiben vorzeigte, bei seinen Bemühungen zugunsten des Hospitals zu schützen und zu fördern.

Pieta in der Marienkapelle vor dem Zülpicher Tor (Aufnahme: fjb)
Pieta in der Marienkapelle vor dem Zülpicher Tor (Aufnahme: fjb)

Sehr bemerkenswert ist die Marienkapelle vor dem Zülpicher Tor. Anfang Januar 2004 ließ der Heimat- und Geschichtsverein Nideggen e.V. aus Anlass des Sebastianusfestes hier eine Messingtafel anbringen. Sie trägt diesen Text:

 

„Marienkapelle auch Muttergotteskapelle genannt

 

1519 bis 1522 erbaut als „hilgen huysgen“ mit einem später in Barockform gehaltenen Giebel anno 1818.

 

Zerstörung im 2. Weltkrieg. Wiederaufbau 1949 durch die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Nideggen.

 

Aus der ebenfalls zerstörten Pfarrkirche St. Johannes Baptist wurden der Kriegergedächtnisaltar und eine Pieta überführt.

 

20. Januar 1950 feierliche Weihe der wiedererrichteten Kapelle. 2001 und 2002 erneute Restaurierung unter Mithilfe der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Nideggen.“

 

Die Stadt und ihre Befestigung litten - wie die Burg – im Laufe der Jahrhunderte sehr stark. Die ständigen Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts (1609 Jülicher Erbfolgestreit, 1618-1648 Dreißigjähriger Krieg, 1673-1679 Kriege Ludwigs XIV., 1701-1714 Spanischer Erbfolgekrieg, ab 1740 Österreichischer Erbfolgekrieg, 1794 Französisch-Österreichischer Krieg) ließen die Bevölkerung nicht zur Ruhe kommen. Was nicht durch Kriege zerstört wurde, fiel 1756 einem Erdbeben und 1795 einem Großfeuer zum Opfer. Zum Ende des Dreißigjährigen Kriegs wurden nur noch 40 Haushalte gezählt. Erst mit Beginn der Preußischen Herrschaft setzte 1815 eine längere Friedenszeit ein.

 

Das Leben und Treiben in der Stadt zeigte im 15.-18. Jahrhundert die typischen Züge einer rheinischen Kleinstadt. Eine genaue Bevölkerungsaufnahme, die 1701-1703 auf Verfügung der Regierung vorgenommen wurde, ergab für Nideggen und die zugehörenden Siedlungen Altwerk, Mühle, Brück, Kirschbaum, Schlagstein und Obermaubach 156 Familien mit zusammen 419 Personen.

 

Da die Bürger meist nicht mit finanziellen Gütern gesegnet waren, lastete die Verpflichtung, die kostspielige Stadtbefestigung zu unterhalten, schwer auf ihnen. Sie besaßen aber zusammen mit den Bewohnern von Drove den Mausauelwald. Das gemeinsame Holzgericht wurde unter der Linde in Boich abgehalten. Außerdem hatten die Nideggener Waldnutzungsrechte in den herzoglichen Wäldern Kur(t)zenbusch, Roßberg, Boulert und Hetzinger Heck.

 

(Um) 1430 bestand bereits eine St. Sebastianus-Bruderschaft; sie war jedoch damals noch vom „Schützenspiel“ getrennt.

 

Ein städtischer Volksschulunterricht lässt sich seit mindestens 1571 nachweisen, und man kann eine fast lückenlose Lehrerliste aufstellen. Die Lehrer erteilten an geeignete Schüler auch Lateinunterricht. Als 1651 die Franziskaner nach Nideggen kamen, übernahmen sie den höheren Schulunterricht.

Die Zülpicher Straße im Frühjahr 1945 (Repro: fjb)
Die Zülpicher Straße im Frühjahr 1945 (Repro: fjb)

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt noch einmal schwer zerstört. Nur 11% der Gebäude blieben unversehrt. Der Wiederaufbau begann bald. Die früheren Fachwerkhäuser wurden durch Neubauten ersetzt, z.T. aus dem im Rurtal anstehenden Buntsandstein. Nach der Erneuerung des Wasser- und Kanalnetzes wurden der Marktplatz und einige Straßen der Innenstadt in altem Stil gepflastert. Ihren vorläufigen Abschluss fanden diese Arbeiten 1989 mit der Umgestaltung der Zülpicher Straße zur zunächst verkehrsberuhigten, 2001 dann zur Fußgängerzone.

 

Von 1922 bis 1926 fand auf den Schotterstraßen um Nideggen das Material verschleißende „Eifelrennen“ statt. Diese Motorsportwettbewerbe werden (und werden es auch heute noch) vom ADAC veranstaltet. Der 33,2 km lange Rundkurs führte von der Herzogstadt aus über Berg, Wollersheim, Vlatten, Heimbach, Hasenfeld, Schmidt und Brück zu ihr zurück. 86 Kurven waren zu durchfahren und ein Höhenunterschied von 265 m zu überwinden. Die Ortsdurchfahrten waren zeitlich zwar neutralisiert, dennoch waren sie nicht ungefährlich; außerdem waren die Straßensperrungen für die Bewohner lästig. Und so entstand bereits früh der Plan einer permanenten Rennstrecke, die in den Jahren 1925-1927 als „Nürburgring“ verwirklicht wurden. Bekanntester Fahrer in Nideggen dürfte Rudolf Caracciola gewesen sein. 1923 fiel das Rennen wegen der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse aus.

 

(Nähere Informationen unter www.eifelbiker.de)

 

1977 feierte man in großem Rahmen mit einem historischen Jahrmarkt den 800. Jahrestag der Erbauung der Burg. 1988 gedachte man der 675. Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte. Seit 2001 finden unter dem Motto „Burg Nideggen - Bühne unter Sternen“ dort jedes Jahr im August/ September Festspiele statt.

Die Zülpicher Straße im Frühjahr 2010 (Aufnahme: fjb)
Die Zülpicher Straße im Frühjahr 2010 (Aufnahme: fjb)

Einige weitere Punkte aus der Entwicklung der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg:

 

 

1971 wird der „Heimat- und Museumsverein“ gegründet, der seitdem ständig wechselnde Ausstellung im Dürener Tor präsentiert.

 

Am 1. Januar 1972 werden insgesamt elf ehemalige Gemeinden zur neuen Stadt Nideggen zusammengeschlossen; das in Münster ansässige Oberverwaltungsgericht entscheidet am 4. August 1972, dass die so entstandene Stadt auf zwei neue aufgeteilt wird, nämlich Nideggen und Heimbach; die anderen ehemaligen Gemeinden werden nicht wieder selbstständig.

 

1989 werden nach etwa zweijähriger Bauzeit die Rathauserweiterungen und die Begegnungsstätte eingeweiht.

 

1993 wird vor den Toren der Stadt ein kleines Industriegebiet eröffnet.

 

1994 wird die so genannte „Doppelspitze“ (hauptamtlicher Stadtdirektor/ ehrenamtlicher Bürgermeister) abgeschafft; fortan gibt es einen hauptamtlichen Bürgermeister; derzeitiger Amtsinhaber ist der parteilose Marco Schmunkamp.

 

1996 wird Nideggen in die Arbeitsgemeinschaft „Historische Stadtkerne“ aufgenommen.

 

Seit dem 1. Januar 2004 gehört die Stadt durch die „Hetzinger Heck“ zum „Nationalpark Eifel“, dem ersten in Nordrhein-Westfalen.

 

Am 20. Juni 2009 erfolgen die Eröffnung des Dienstleistungszentrums mit Lehrküche, -bistro und -restaurant sowie des Nationalpark-Tors im früheren Haus „Effels“.

 

Seit dem Frühjahr 2011 gibt es „Im Effels“ eine neue Jugendherberge; sie ersetzt die 1930 an der Rather Straße erbaute. In der NS-Zeit befand sich im Haus „Effels“ ein Müttererholungsheim der NSV.

2013 feierte Nideggen 700 Stadtrechte mit einem großen Stadtfest.

 

Nideggen

Ortsvorsteher

Herr
Sigurd Nießen
Mozartweg 1
52385 Nideggen

Tel.: 02427/8127