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Stadt Nideggen

„Zwangsarbeiter – gegen das Vergessen“ - Austellungseröffnung in der Sekundarschule Nideggen

Als die Frage an die Sekundarschule herangetragen wurde, ob sie als Schule sich vorstellen könnte, eine Ausstellung über die Geschichte der Zwangsarbeiter im heutigen Kreis Düren zu realisieren, mussten die Schulleitung und das Kollegium nicht lange überlegen.

Ein wichtiger Bestandteil des Schulprogramms ist schon immer die Demokratieerziehung gewesen. Aus diesem Grund arbeitet die Schule seit langem mit außerschulischen Partnern wie z.B. dem Dürener Bündnis gegen rechts und NRWeltoffen zusammen.

Die Sekundarschule sieht es als ihre Verpflichtung an, Themen wie Rassismus, Diskriminierung und interkulturelle Vielfalt immer wieder – auch im außerschulischen Kontext - in den Fokus zu rücken. So organisiert sie z.B. jährlich im Frühjahr eine Woche des Respekts, in der sich die Schüler und Schülerinnen fächerübergreifend mit diesen Themen befassen.

Was lag also näher, als diese Ausstellung, die von der Dürener Ortsgruppe des DGB in Zusammenarbeit mit der IGBCE ins Leben gerufen wurde, in die Schule zu holen. „Stalag VI H“, so nannten die Nationalsozialisten das Zwangsarbeiterlager während des Krieges in Arnoldsweiler bei Düren. Es wurde ab März 1940 eingerichtet und war darauf ausgerichtet, dass Gefangene durch unmenschliche Arbeit und durch Unterernährung in den Fabriken und der Landwirtschaft in der Dürener Region zu Tode kamen. Damit dies alles nicht vergessen wird und nie wieder geschieht, wurde diese Ausstellung organisiert. Wir alle sind aufgefordert, dort wo wir leben und arbeiten, gegen Ausgrenzung, Rassismus, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Hetze Stellung zu beziehen.

Gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen wird in den nächsten Wochen mit Hilfe der Ausstellung an den Themen Demokratie und Menschenrechte gearbeitet werden. Lehrkräfte werden mit ihren Klassen aus Nideggen und Kreuzau die Ausstellung besuchen und konkret an den o.g. Themen und somit gegen das Vergessen arbeiten. Herr Bentlage vom DGB Kreis Düren-Jülich steht dabei den Lehrkräften und Schüler*innen für Führungen zur Seite. In einer ersten Führung im Anschluss an die Ausstellungseröffnung lernte die Klasse 10b z.B. eindrucksvoll die „Verpflegung“ der Zwangsarbeiter mit sogenanntem „Russenbrot“ kennen, das aus 50% Roggenschrot, 20% Zuckerrübenschnitzel, 20% Holzmehl und 10% Strohmehl bestand. Probieren wollte es niemand. 

So wird Geschichtsunterricht durch das lokale Geschehen lebendig.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Marion Ahaus - Sekundarschule Kreuzau/Nideggen

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