Brück

Bahnhof Brück

Die Geschichte

 

1439 verkauft Gerhard Molterfass („Gerart Molteruas van der Brucgen under Nydecken“) seinen Teil Wasser bei Callerbend. „Brück“ heißt es erstmals 1846 in einer preußischen Kartenaufnahme. 1472 wird zum ersten Mal ein einfacher Rurübergang erwähnt. 1492 erfolgt die erste Bezeugung des „mullenweghs“, des Fuhrwegs von der Rurbrücke bzw. der Bann(Pflicht-)mühle in Schüdderfeld hinauf in die Stadt. Die größten Rechte an der Schüdderfelder Mühle - es handelte sich um eine Öl- und Kornmühle - hatte der Herzog von Jülich, der sie aber jeweils einem Pachtherrn überlässt.

 

Kirchlich gehörten Hetzingen, Brück und der links von der Kall liegende Teil Zerkalls im 17. Jahrhundert zur Pfarre Simmerath. Der gegenüberliegende Teil gehörte zu Bergstein.

 

In Hetzingen gab es eine Kapelle; über sie - sie gehörte zur Pfarre St. Clemens in Berg - gibt es nur wenige und vage Informationen. In Berg wurden auch die Toten beerdigt, die man zuvor über den „Lichwääch“, den Leichenweg, dorthin geschafft hatte. Nach 1810 wurde die Kapelle abgerissen.

In Brück wurde nach 1910 von Carl Küchler das Hotel „Schloßhof“ (man inserierte u.a. mit „Feinbürgerliches Haus in geschützter Lage am Waldrand an der Rur“) eröffnet. 1928 ging das Haus in den Besitz der Familie Ziegler über. Es bestand bis Mitte der 1930er Jahre.

 

Später wurde es einem völlig neuen Zweck übergeben: Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) kaufte es und eröffnete nach völligem Umbau am 5. April 1939 in ihm das zweite Müttererholungsheim im Raum Köln-Aachen. Vierzig Mütter hielten sich jeweils 26 Tage lang im Heim auf, so dass die Jahresfrequenz rund 485 - 500 Erholungssuchende betrug.

 

Die ehemaligen Reißwollfabrik Corty (Aufnahme: fjb)

In den Jahren 1937 bis 1939 wurde der Westwall, jener Befestigungsgürtel an der deutschen Westgrenze, ausgebaut. In Nideggen war hierdurch ein „Pi-Stab“ (Pionierstab) stationiert; das Material wurde in der Brücker Reißwollfabrik gelagert. Hier wurde im Frühjahr 1945 das amtseigene Wiederaufbauwerk eingerichtet. Schließlich wurden Brück und Nideggen im Zweiten Weltkrieg durch über 200 alliierte Bomben zu etwa 90 % zerstört.

 

 

Über die Bedeutung des Ortsnamen lässt sich sagen

 

 

Am schon früh bedeutenden Rurübergang unterhalb der Nideggener Burg waren ursprünglich sicher nur Leute ansässig, die irgendwie mit der Brücke zu tun hatten. Ein alter Wohnplatz war Brück wohl nicht. Siedlungsnamen dieser Art sind bereits im 7. Jahrhundert belegt.

 

Brück gehörte zur Herrschaft Hetzingen, einem Kleinstterritorium. Allerdings beanspruchte die Stadt Nideggen die Siedlung Brück stets als ihren Besitz, da hier reiche Einnahmen aus den Brückengeldern flossen.

 

1816 wurde Hetzingen mit Brück und Zerkall bei der Neueinteilung der Kreise dem Kreis Düren zugeführt. Diese Einteilung hatte bis zur Kommunalreform in den Jahren 1932-37 Geltung. Am 30. März 1936 wurde durch Erlass des Oberpräsidenten der Rheinprovinz die Gemeinde Brück-Hetzingen in die Stadt Nideggen eingegliedert.

 

1342 heißt es Hetsinghen, 1550 dann Hetzingen. Die Endung „-ingen“ findet Verwendung zum Ausdruck einer Zugehörigkeit zu Sachen, vornehmlich aber zu Personen. Und so ist lt. Tichelbäcker Hetzingen denn wohl „Besitz eines Ezzo. Besitzrechtliche Beziehungen zu diesem Pfalzgrafengeschlecht, das den Leitnamen Ezzo führte.“

 

Brück

Ortsvorsteher

Herr
Heinz Klein
Campingweg
52385 Nideggen

Tel.: 02427/508
 

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